Gedanken zum Fahrgastaufkommen

  • Moin!

    Eigentlich war ja in OMSI schon eine ganze Menge möglich, was Einstellungen zum Fahrgastaufkommen betrifft. Aber über die Jahre finde ich haben sich doch einige Unzulänglichkeiten gezeigt, die man in Lotus vielleicht direkt vermeiden könnte.

    Zum einen wäre natürlich die Möglichkeit wie beim Straßenverkehr das Aufkommen auch per Wochentag steuern zu können, um zum Beispiel Montags bis Freitags die Spitzenzeiten dicker zu besetzen, die Abende wiederum an den Wochenenden zu stärken und so weiter. Ich denke aber auch dass man jetzt die Chance hätte auch sowas wie Lastrichtungen zu berücksichten: dass morgends beispielsweise eher Leute von den Wohngebieten in die Stadt fahren, am Nachmittag entsprechend in Gegenrichtung. Und je nach Karte sieht das an den Wochenenden ja wiederum anders aus. Es wäre toll wenn es hier zwar ein vernünftiges out-of-the-box System gäbe welches schon von sich aus halbwegs realistisch funktioniert, mit der Möglichkeit aber tiefer zu individualisieren und zu modden.

    Ich denke es wäre auch gut bei den Fahrgästen selbst Klassen einzuführen wie Kinder, Schüler, Studierende, Arbeiter und Rentner. Diese unterscheiden sich ja nicht nur optisch, sondern auch in ihrem verhalten, und sind auch unterschiedlich im Fahrgastaufkommen. So würden Schüler vermehrt morgens und nachmittags die Verkehrsmittel nutzen, ähnlich wie Arbeiter, dafür aber weniger Abends. Rentner haben ja auch einen etwas anderen Tagesablauf, und Studenten müssten eine Klasse für sich sein, da sie auch nicht strickt morgens zur Uni fahren und nachmittags zurück, sondern das ganze sich anders verteilt. Gerade wenn man in OMSI Nachts durch St. Pauli fuhr war es zwar sehr amüsant die Oma oder Kinder aus der Herbertstraße kommend zu sehen, aber es wäre gut das besser steuern zu können.

    Die Karten bräuchten also eine Art Altersprofil, welches das Aufkommen von Personen eines bestimmten Alters global zeitlich regelt, unter Berücksichtung verschiedener Wochentage und der vorhandenen Demographie, die ja auch von Stadt zu Stadt variiert.

    Zusätzlich gibt es ja immer "besondere" Haltestellen, die zu bestimmten Zeiten eine besondere Häufung von bestimmten Ein- oder Aussteigern aufweisen. Bestes Beispiel wären Haltestellen in der Nähe von Schulen. Morgens viele Schüler als Aussteiger und Nachmittags überfüllte Haltestelle weil um 13:10 Uhr zum Beispiel die 6. Stunde endet... Möglicherweise verirrt sich aber sonst zu dieser Haltestelle nur Hase und Igel... Also müsste man irgendwie auch Haltestellen qualifizieren können, zum Beispiel mit einem optionalem Feld zum abhacken "Schule" und der Möglichkeit zur Eingabe der Einsteiger-/Aussteigerspitze. Ähnliches für andere Haltestellen zum Beispiel wenn sie besondere Relevanz für andere Gruppen hätten wie Fabriken oder Freizeitparks. Wenn zum Beispiel eine Schule morgens viele aussteigende Schüler hat, sollte aber die Eingabe an dieser Haltestelle schon dafür ausreichen, dass auf dem Weg dahin gemäß dem globalen Profil die Schüler generiert werden, ohne dass man auch noch für jede Unterwegshaltestelle extra einstellen muss dass um 7:30 Uhr viele Schüler generiert werden. Die könnten sich halt global ergeben aus Haltestellen die zum Beispiel Wohngebiet als Faktor haben. Die Schülerhorden würden dann eher nicht am einsamen Stahlwerk in der Pampa auftauchen.


    Die Frage wäre natürlich was regelt man direkt im Editor und was über Konfigurationsdateien. Beides wären ja Möglichkeiten. Ich denke das wichtigste sollte direkt im Editor gehen, genauere Profile etc dann über optionale Configs. Wenn ich da an die Trafficdens-Kurven aus OMSI denke geht das doch recht schnell und einfach da was vernünftiges zu definieren.


    Diese Gedanken kann man weiterführen zum Beispiel auf die Ticketpacks (oder wie auch immer das in Lotus heissen wird...): Schüler und Studenten nutzen ja doch eher Zeitkarten als Einzelfahrscheine, und Rentner eher nicht so häufig Handytickets.

  • wurstbrot

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  • Ich ergänze mal den Hinweis, dass sich durch ein solches Konzept ggf. auch reine Schulbus-Linien (z.B. E-Busse) umsetzen ließen oder Werksverkehre, wo dann eben gar keine Schüler zusteigen weil sie gar nicht auf das Gelände kommen. Mit einer Art "Temporärer Ereignisse" wären dann auch Spitzennachfragen, z.B. Abiturprüfungen (tagesaktuell :D), letzter / erster Schultag, etc. möglich.

  • Ja, wobei das wäre auch was für die Hofdateien, was Zustiegsbeschränkungen regeln würde. Aber Grundsätzlich würde es den Sinn von E-Wagen und Sonderwagen stärken.


    Ich finde solch ein System sollte auch unabhängig davon gemacht werden welche Menschen-Modelle es anfangs geben wird. Natürlich sieht es doof aus wenn vom einzigen Modell eines Schülers dann eine Klon-Armee an der Haltestelle steht, aber da sollte man weiter denken.


    Oft aber schränken nicht die vorhandenen Menschenmodelle den Einsatz ein, sondern deren Stimmen. Ließe sich aber damit umgehen, dass Menschen ohne Stimme eben keine Fahrkarten kaufen. In Deutschland werden wir wohl weniger das Problem haben einen Mangel an Stimmen zu haben, aber auf ausländischen oder exotischen Karten könnte das passieren, und das sollte man auch berücksichtigen.

  • In der Plauderecke (Seite 51) wurden ja schon Menschen-Modelle vorgestellt. Inwiefern diese den Weg ins Spiel finden, weiß ich zwar nicht, aber es waren nach meinen Erinnerungen über 20 Stück, und nur Erwachsene. Wenn das also in ähnlichem Maße übertragen wird, sollten Klon-Armeen eher kein Problem darstellen.


    Die Idee von E-Wagen finde ich sehr gut, jedoch würde ich es nicht übertreiben. Die Idee von User216 mit den Spitzennachfragen halte ich nicht mehr für zielführend, da 1. Beim Mapbau sehr (zu) viel Zeit in die Fahrplan-/Fahrgasterstellung fließt. Sicherlich ein nettes Gimmick, aber ich finde, das ist zu wenig Effekt mit zu viel Aufwand. Die Werksverkehre u.ä. find ich gut!

  • Normalerweise sollte sich das Problem mit der Auslastung der Stationen im Laufe der KI-Entwicklungen von selber lösen, da man bei Gebäuden jetzt schon ein Verkehrsbedarf einstellen kann. Dieser ist später dafür notwendig, um zu regeln, wie viele Personen über den Tag verteilt ein und ausgehen. Dabei kann man auch einstellen, dass an manchen Tagen mehr und an anderen Tagen weniger Leute verkehren. Dies würde sich dann wiederum auf die Auslastung der Stationen im Umfeld auswirken. Also zum Beispiel könnte man im Verkehrsbedarf bei einer Schule einstellen, dass um 13:00 Uhr sehr viele Schüler aus dem Gebäude herauskommen. Das würde dann dazu führen, dass die Haltestellen um die Schule herum von Schülern "überfüllt" sind. So wären auch zum Beispiel Werksverkehre möglich, indem man bei den Gebäuden an denen der Werksverkehr vorbeiführt, den Verkehrsbedarf entsprechend nur mit Erwachsenen konfiguriert.

  • So wären auch zum Beispiel Werksverkehre möglich, indem man bei den Gebäuden an denen der Werksverkehr vorbeiführt, den Verkehrsbedarf entsprechend nur mit Erwachsenen konfiguriert.

    Das wäre aber eine Krücke: Da fährt ja nicht unbedingt nur der Werksverkehr, sondern auch gewöhnliche Linien entlang, für die man ja gerne die übliche Fahrgastzusammensetzung haben würde. Oder ein Schulbus, in den nur Schüler einsteigen sollten. Die Arbeiter, die in den Häusern wohnen, haben schließlich auch Familien. Irgendeinen Zusammenhang zur Route bzw. zum Ziel bräuchte es daher schon.

  • Normalerweise sollte sich das Problem mit der Auslastung der Stationen im Laufe der KI-Entwicklungen von selber lösen, da man bei Gebäuden jetzt schon ein Verkehrsbedarf einstellen kann. Dieser ist später dafür notwendig, um zu regeln, wie viele Personen über den Tag verteilt ein und ausgehen. Dabei kann man auch einstellen, dass an manchen Tagen mehr und an anderen Tagen weniger Leute verkehren. Dies würde sich dann wiederum auf die Auslastung der Stationen im Umfeld auswirken. Also zum Beispiel könnte man im Verkehrsbedarf bei einer Schule einstellen, dass um 13:00 Uhr sehr viele Schüler aus dem Gebäude herauskommen. Das würde dann dazu führen, dass die Haltestellen um die Schule herum von Schülern "überfüllt" sind. So wären auch zum Beispiel Werksverkehre möglich, indem man bei den Gebäuden an denen der Werksverkehr vorbeiführt, den Verkehrsbedarf entsprechend nur mit Erwachsenen konfiguriert.

    Das mit den Gebäuden wusste ich nicht, aber dann gehts ja in die Richtung. Ich bin stur vom Haltestellen-Modell a la OMSI ausgegangen, ggf noch mit dem Setzen von verschiedenen Zonen auf der Karte. Aber das mit den Gebäuden ist gut.


    Natürlich kann sowas kompliziert werden. Aber auf solche Feinheiten kommt's eben an wenn man paar Runden schon gefahren ist. Der Map-Ersteller ist ja nicht gezwungen alles genau zu konfigurieren. Aus OMSI-Erfahrung kann ich aber sagen dass diejenigen die sich in ihren Karten die Mühe gemacht haben auch auf solche Details zu achten, deren Karten spiele ich noch heute.

  • Das wäre aber eine Krücke: Da fährt ja nicht unbedingt nur der Werksverkehr, sondern auch gewöhnliche Linien entlang, für die man ja gerne die übliche Fahrgastzusammensetzung haben würde. Oder ein Schulbus, in den nur Schüler einsteigen sollten. Die Arbeiter, die in den Häusern wohnen, haben schließlich auch Familien. Irgendeinen Zusammenhang zur Route bzw. zum Ziel bräuchte es daher schon.

    Gut, ich meinte jetzt eher, dass man die Gebäude in den Gewerbegebieten/Werken, zu denen der Werksverkehr hinführt so konfiguriert, aber Du hast natürlich trotzdem recht, dass man da einen Zusammenhang zur Linie braucht. Ich könnte mir vielleicht vorstellen, dass man das Fahrgastaufkommen für jede Linie, ähnlich wie beim Verkehrsbedarf konfigurieren kann und dann zum Beispiel für Werkverkehre nur Erwachsene einstellt.

  • Gut, ich meinte jetzt eher, dass man die Gebäude in den Gewerbegebieten/Werken, zu denen der Werksverkehr hinführt so konfiguriert, aber Du hast natürlich trotzdem recht, dass man da einen Zusammenhang zur Linie braucht. Ich könnte mir vielleicht vorstellen, dass man das Fahrgastaufkommen für jede Linie, ähnlich wie beim Verkehrsbedarf konfigurieren kann und dann zum Beispiel für Werkverkehre nur Erwachsene einstellt.

    Warum braucht man da einen Zusammenhang zur Linie?
    Wenn das Zielgebäude für die Werksverkehrshaltestellen beim Verkehrsbedarf nur Erwachsene Akzeptiert dürfte das doch schonmal direkt hinkommen ... und wenn die Quellgebäude ebenfalls nur Erwachsene ausspucken das gleiche wieder in Grün.


    Und warum sollte man theoretisch das Verkehrsaufkommen für die Linie beim Werksverkehr einstellen können?
    Das einzige wo ich mir so eine Einstellung tatsächlich vorstellen könnte, wäre bei Wegstrecken, wo ein Teil der Busse was kostet und ein Teil gratis ist.
    z.B. beim Flughafen Frankfurt. Der Linienverkehr kostet zwischen Terminal 1 und 2 -> somit kaum Binnenverkehr / der Flughafenbus ist gratis und die erste Wahl bei den Passagieren.
    Ähnlich könnte ich mir das auch beim Werksverkehr oder den Schulbuslinien im Notfall vorstellen. (Ist in der BASF ja ähnlich -> die RNV-Linien kosten / Der Werksbus ist gratis)
    Oder halt in der Haltestellenkonfiguration ein nur Einstieg / nur Ausstieg (aber sowas müsste theoretisch sowieso kommen)

    Und da die Passagiere ja, wenn ich das richtig im Kopf habe, auch umsteigen sollen um das Ziel zu erreichen, hätten (temporäre) Direktverbindungen sowieso einen Vorteil

  • Warum braucht man da einen Zusammenhang zur Linie?
    Wenn das Zielgebäude für die Werksverkehrshaltestellen beim Verkehrsbedarf nur Erwachsene Akzeptiert dürfte das doch schonmal direkt hinkommen ... und wenn die Quellgebäude ebenfalls nur Erwachsene ausspucken das gleiche wieder in Grün.

    Die Haltestellen werden (vermute ich jedenfalls sehr stark) nicht direkt einem Gebäude oder einer Auswahl von Gebäuden zugeordnet, sondern haben (ebenfalls Vermutung) einen Einzugsbereich, wie das in der Realität auch ist. So eine Fabrik steht vielleicht seltener nahe bei anderen Gebäuden, wo auch andere Personen als Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren hin möchten, aber selbst das ist nicht auszuschließen. Ein Supermarkt oder (ehemalige) Arbeiterhäuser gleich nebendran sind ja nicht unrealistisch. Und Schulen stehen schon oft direkt zwischen Wohnhäusern oder Geschäftshäusern, die noch andere Personen als nur Schüler anziehen. Oder es gibt Sonderverkehre beispielsweise von der Schule zur Sporthalle oder zum Schwimmbad, bei denen dann auch nicht haufenweise Erwachsene mitfahren sollen, auch wenn um die Schule herum Geschäfte und um die Sporthalle oder das Schwimmbad herum Wohnhäuser stehen. In den Haltestellen würde ich persönlich möglichst wenig Fahrgastbezogenes einstellen wollen, weil vieles eben je nach Linie bzw. Fahrt unterschiedlich ist und die Fahrgäste grundsätzlich von den umliegenden Gebäuden kommen. Ob eine Haltestelle nur zum Ausstieg dient weiß LOTUS zum Beispiel bereits aus den Fahrplandaten.

    Ich sehe für solche "Spezialverkehre" daher eine Sonderrolle, die anders gehandhabt werden müsste als gewöhnliche Linienverkehre.

  • Man könnte im Fahrplan Altersbeschränkungen einführen, oder Fahrtypen auf bestimmte Fahrgastklassen einschränken. Hauptsache nicht gesteuert durch die Zielanzeige, sonst bräuchte man bei Rollbändern beispielsweise zig mal das Feld "Sonderfahrt" etc.


    Ansonsten bin ich dafür dass es global schon direkt halbwegs real funktioniert durch die Gebäude, bin aber für Möglichkeiten zur Feinjustierung. Früher oder später gibts noch mehr Sonderfälle wo dann das "einfache" System nicht ausreicht, und man müsste es wieder überlisten.

  • Wenn das Zielgebäude für die Werksverkehrshaltestellen beim Verkehrsbedarf nur Erwachsene Akzeptiert dürfte das doch schonmal direkt hinkommen ... und wenn die Quellgebäude ebenfalls nur Erwachsene ausspucken das gleiche wieder in Grün.

    Ergänzend zu @ACMGs Kommentar: Eine solche Umsetzung ist idR wahrscheinlichkeitsbasiert, das heißt in der Nähe einer Schule ist die Wahrscheinlichkeit von Kindern & Jugendlichen höher => eine höhere relative Häufigkeit. In Gewerbegebieten o.ä. ist es anders herum.


    Für reine Schüler-/Werksverkehre sollte es dann ne getrennte Möglichkeit geben, harte Grenzen festzulegen.

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