Moin zusammen,
da ich mich in letzter Zeit mit entsprechendem Content beschäftige, habe ich mir eine Art Tool gebaut.
Es geht darum, das Zusammenspiel zwischen den Ampelanlagen und der Fahrstraßen/Signallogik herzustellen.
An sich ist es nur ein einfaches Objekt, die Funktionsweise bietet aber die Möglichkeit, eine Workaround-Lösung für die unten beschriebenen folgende Fälle bereitzustellen.
Ganz grundsätzlich geht es darum
- dass bei einer aktivierten Fahrstraße eine Anforderung in einer Ampelschaltung ausgelöst werden soll.
ODER
- Aus einer Ampelschaltung heraus eine Fahrstraße eingelegt werden soll.
Objektname: "JTV_Konverter_LSA_Signal"
Download: https://steamcommunity.com/sha…iledetails/?id=3455769022
Das Objekt ist einfach ein kleiner roter Würfel, der im Mapeditor platziert werden muss, am besten versteckt im Boden.
Allgemeine Funktionsweise: damit das Objekt die Verbindung zwischen Ampel und Signallogik herstellen kann, muss es vier Schnittstellen geben:
1) eine Fahrstraße ansteuern:
Rechtsklick auf das Objekt -> Startvariablen eintragen
-In $FahrstrassenbezirkID die ID des Fahrstraßenbezirks
-In $FahrstrassenID die ID der Fahrstraße
2) aus einer Fahrstraße angesteuert werden:
Rechtsklick auf das Objekt -> Signaleigenschaften
-Bei aktiv eine oder mehrere Fahrstraßen eintragen
3) eine Ampelanlage anfordern:
Objekt markieren, im ME "Anforderungs-Obj. hinzuf."
4) aus einer Ampelanlage angesteuert werden:
In der Ampelschaltung die Phasen 14 benutzen, im ME "Mark. Obj. zur Anlage hinzuf."
Das Objekt funktioniert entweder in die Richtung LSA->Fahrstraße oder Fahrstraße->LSA, dementsprechend muss also entweder (Schnittstelle 4 und 1) oder (Schnittstelle 2 und 3) benutzt werden.
Tutorials:
Folgende Anwendungsfälle sind mir eingefallen, es ist durchaus mehr möglich!
Danke an Kartoffelphantom für den Verbesserungsvorschlag.
Grundsätzlich sind die Ampelschaltungen so auszulegen, dass eine Anforderung die Phase aktiviert und eine andere die Phase aktiviert hält:
Für den Bahnübergang können alle möglichen Szenerieobjekte benutzt werden, die per Ampelschaltung angesteuert werden können.
Damit der Bahnübergang funktioniert, muss eine Fahrstraße eingerichtet sein. Ein deckendes (Eisenbahn)Signal ist möglich, aber nicht zwingend nötig.
Diese Fahrstraße sollte idealerweise das Gleis beinhalten, an dem der Bahnübergang liegt. In diesem Fall ist hier durch den Bahnhof bereits eine Fahrstraße eingerichtet:
Zusätzlich muss eine Ampelschaltung eingerichtet werden. Dafür brauchen wir "Anschalten" mit "falls keine Anforderung vorliegt" und "Halten" OHNE "falls keine Anforderung vorliegt".
Die erste Anforderung ist zum Einschalten, die zweite ist ein Sprung (MUSS aufgrund eines Lotus-Bugs mindestens 2 Sekunden lang sein), der den BÜ so lange geschlossen hält, wie die Fahrstraße aktiv ist:
Es soll jetzt folgendes passieren: Fahrstraße wird eingelegt -> Bahnübergang wird geschlossen.
Im platzierten LSA-Konverter-Objekt wird unter Signaleigenschaften die Fahrstraße (können auch mehrere sein) eingetragen, bei der der BÜ geschlossen werden soll:
Anschließend wird das Objekt markiert und als Anforderungsobjekt für die Anforderung "Einschalten" hinzugefügt:
Damit wird der Bahnübergang eingeschaltet, sobald eine Fahrstraße eingelegt wird.
Damit der Bahnübergang so lange zubleibt, wie die Fahrstraße eingelegt ist und danach wieder ausschaltet, brauchen wir ein zweites Objekt, welches die selben Fahrstraßen eingetragen bekommt. Das Objekt muss der Anforderung "Ausschalten" hinzugefügt wird. Zusätzlich MUSS in den Startvariablen die Variable "Dauerfeuer_Anforderung" aktiviert werden: Dann sendet der Konverter so lange ein Signal, wie die Fahrstraße aktiv ist.
Ist die Fahrstraße nicht mehr aktiv, sendet der Konverter keine Anforderung mehr, die Schleife läuft aus und der BÜ geht auf.
Ist problemlos möglich, dazu Tutorial 1 befolgen und im Objekt alle Fahrstraßen eintragen, bei denen der BÜ geschlossen werden soll.
Er wird sich auch erst wieder öffnen, wenn keine Fahrstraße mehr aktiv ist.
Hier geht es darum, dass bei einer Ampelanlage, bei der je nach Abzweigrichtung der Bahn unterschiedliche Ampeln auf rot gestellt werden sollen, auch nur die Richtung angefordert wird, in die die Bahn fährt (= in die die Weiche eingelegt wird).
In dieser Testschaltung wird beim Auslösen von "Tram_left_Anmelden" die linke Seitenstraße angehalten und das F3 ("Fahrt freigegeben nur nach links") angeschaltet. Diese Phase wird so lange gehalten, bis "Tram_left_Abmelden" NICHT mehr ausgelöst wird.
Entsprechend dazu dann die selbe Logik mit "Tram_right_..."
Eine solche Anlage ist in Lotus bekannt, die Signalschirme und Anforderungsschirme (meistens A oder K) werden wie geläufig als Objekt bzw. Anforderungsobjekt der Signalanlage hinzugefügt.
Fahrstraßen in jede Richtung werden natürlich auch benötigt (sollten aber auch da sein, weil sie ja das Weichensignal ansteuern):
Wir brauchen für jede Richtung zwei Konverter. In beiden wird nun die Richtungsfahrstraße eingetragen (in diesem Fall die nach links).
Der erste Konverter wird markiert und als Anforderungsobjekt für die Anforderung "Tram_left_Anmelden" hinzugefügt.
Der zweite Konverter wird markiert und als Anforderungsobjekt für die Anforderung "Tram_left_Abmelden" hinzugefügt. Zusätzlich MUSS in den Startvariablen die Variable "Dauerfeuer_Anforderung" aktiviert werden: Dann sendet der Konverter so lange ein Signal, wie die Fahrstraße aktiv ist.
Analog müssen zwei weitere Objekte genommen werden und mit der Fahrstraße und Anforderung für die Fahrt nach rechts konfiguriert werden.
Wird nun die Fahrstraße nach links aktiviert, wird die Ampellogik nur eine Anforderung für die Fahrt nach links erhalten, das rechte A bleibt aus, die Nebenstraße wird nicht unnötig auf Halt gesetzt.
Wir wollen hier eine Ampelanlage haben, die in der Bahnphase nicht auf die Vorbeifahrt der Bahn wartet. Falls man die Bahnphase verpasst, läuft die Ampel weiter, speichert dabei aber die Anforderung.
So sieht die Schaltung aus:
Die "Anmelden" Anforderung ist vom Typ "falls keine Anforderung vorliegt". Sie überspringt also einfach die Bahnphase, wenn keine Bahn da ist.
Die Anforderung "keineBahn" ist NICHT vom Typ "falls keine Anforderung vorliegt". Auf den Sinn komme ich gleich.
Wir brauchen zwei Konverter. Einen zum Einschalten, der hier zusätzlich das Dauerfeuer aktiviert hat. Die Ampel erhält also so lange eine Anforderung, wie die Bahn vor oder auf der Fahrstraße steht.
Die Ampelphase wird hier also NICHT so lange gehalten, bis die Bahn vorbei ist, sondern schaltet nach der in der Ampelschaltung definierten Zeit wieder ab.
Problem: fährt die Bahn in ihrer Phase ab, ist ja noch eine Anforderung "übrig", weil die ja im Dauerfeuer ausgelöst wurde.
Dafür nehmen wir einen zweiten Konverter: Bei diesem wird in den Variablen "Anforderung bei Fahrstraßenauflösung" auf 1 gesetzt und er ganz normal über die Signaleigenschaften mit der Fahrstraße verknüpft. Und er wird mit der Anforderung "keineBahn" verknüpft.
Dann wird also, sobald die Fahrstraße erkennt, dass die Bahn weg ist, die Bahnphase übersprungen. So entsteht kein unnötiger Autostau.
Nachteil:
Bedingt durch Lotus geht ein eventuell verbautes Eisenbahnsignal auf Fahrt, während der Bahnübergang noch geschlossen wird. Das lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht ändern.
Zum Thema KI:
Das ganze sollte jetzt relativ Ausfallsicher sein, da die Anlage sowohl beim plötzlichen Spawnen auf einer Fahrstraße einschaltet und beim deaktivieren der Fahrstraße durch die Auslaufschleife auch auf jeden Fall wieder ausschaltet, sollte der Trigger das nicht mitbekommen haben.
Natürlich ist das ganze nur eine Temporäre Lösung. Es liegen seitens der Entwickler leider keine Informationen vor, ob bestehende Signal- und Ampelanlagen in LOTUS-NG 1 zu 1 funktionieren und diese Schaltung dann noch funktioniert.
Ob man diesen Workaround nun gut findet und verbauen möchte, ist jedem selbst überlassen!