Hamburg '78

Hamburg '78 - LOTUS als Zeitmaschine

"Hamburg '78" ist der Titel eines geplanten AddOns, das in Hamburg spielen soll. Allerdings nicht in der heutigen Zeit, sondern wie der Name schon vermuten lässt, vor 40 Jahren im Jahre 1978. In diesem Jahr klingelte sich die Hamburger Straßenbahn in ihr letztes Betriebsjahr, um am 1. Oktober 1978 endgültig aufs Abstellgleis zu rollen.



Triebwagen der Hamburger Straßenbahn am Betriebshof in Hamburg-Lokstedt


Diese letzten Betriebsmonate der damaligen Linie 2 soll das AddOn darstellen. Als Strecke ist geplant die Route Hauptbahnhof/ZOB - Rathausmarkt - Bf. Dammtor - Eimsbüttel - Lokstedt - Niendorf - Schnelsen nachzubilden. Neben der Strecke soll auch der Betriebshof voll ausgestattet werden und in Hoheluft ist ein kleiner Abzweig als Betriebsstrecke zur Hauptwerkstatt Falkenried vorgesehen.


Die ganze Strecke hat eine Länge von 13,5 Kilometern. Neben den Triebwagen, die zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Schnelsen fahren, gibt es auch noch starken Verstärkerverkehr auf dem Abschnitt Rathausmarkt - Niendorf Markt. Heute fahren auf dieser Strecke übrigens die Busse der MetroBus-Linie 5. Bis vor kurzem sogar mit Doppelgelenkbussen.


LOTUS als Zeitmaschine



Blick in die Fahrerkabine eines V6E-Triebwagens. Hier quietscht und rumpelt es noch beim Fahren. Kein Vergleich zu modernen Bahnen.


Anders als bei heutigen Straßenbahnbetrieben war die Hamburger Straßenbahn 1978 nur noch ein Schatten ihrer selbst. Betriebsanlagen und Fahrzeuge waren abgewirtschaftet, weil man seit Mitte der 1950er Jahre planmäßig nur noch das Nötigste investiert hatte. 1955 hatte die Hamburger Politik beschlossen, die Straßenbahn langfristig durch Schnellbahnen und Buslinien zu ersetzen. Dementsprechend haben die Triebwagen im AddOn, vom Typ "V6E" ihre besten Jahre längst hinter sich.


Holz statt Plastik, so fuhr man bis 1978 durch Hamburg


Die Triebwagen V6E


Die Triebwagen des Typs V6E waren die letzte Bauart der Hamburger Straßenbahn in Betrieb. Von der einstmals 100 Fahrzeuge umfassenden Serie, war 1978 nur noch die Hälfte im Dienst und bediente die letzte Linie 2. Die Einrichtungswagen aus den frühen 1950er Jahren wurden Mitte/Ende der 1960er Jahre zu Einmannwagen umgebaut. In diesem Bauzustand präsentieren sich auch die Triebwagen, bei denen möglichst alle Bedienelemente authentisch nachgebildet sind. Dabei wird auch auf einige historische Besonderheiten der einzelnen Triebwagen Rücksicht genommen. Neben den Werbelackierungen sind das auch konstruktive Abweichungen bei Anbauteilen, die sich im Laufe der Betriebszeiten ergeben haben. Sei es durch Unfälle oder Umrüstungen.



Die Wagennummer einer historischen Fahrzeugliste entscheidet, welche Wagen eine E-Kupplung tragen und welche nicht damit ausgerüstet sind


Eines dieser Details sind zum Beispiel die elektrischen Kupplungen. 1978 konnte nur noch ein Teil der Wagen elektrisch kuppeln. Beim Gros waren die entsprechenden Bauteile bereits entfernt worden. Man brauchte sie schlichtweg nicht mehr, denn die letzten Beiwagen waren bereits 1976 außer Betrieb gegangen. 1978 wurde nur noch solo gefahren.


Mehr zum Original-V6E könnt ihr auf der Website www.v6e.de nachlesen.


Keine Beiwagen, mit einer Ausnahme


Weil oft danach gefragt wird: 1978 gab es keine Beiwagen mehr für den Personenverkehr. Dementsprechend sind sie in der derzeitigen Planung vorerst nicht vorgesehen. Möglicherweise kommen sie noch mal auf die Tagesordnung, wenn wir später, auf der Linie 2 aufbauend, weitere Linien einrichten möchten. Wir dann also die Zeit noch weiter zurückdrehen. Aber dafür ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh.


Eine Ausnahme wird es aber doch geben: Salzwagen Nr. 4992. Dieser Wagen war für den Winterdienst noch vorhanden und benötigte für die Beleuchtung einen Triebwagen mit E-Kupplung. Wer also gar nicht auf etwas zum Anhängen verzichten mag, kann sich an Wintertagen mit diesem Arbeitsfahrzeug amüsieren. ;)



Der einzige Beiwagen des Addons: Salzwagen Nr. 4992


Auch eine Zeitmaschine braucht Zeit


Dieses AddOn steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt eine Idee, ein Konzept, erste Anfänge der Map und Fahrzeuge. Ein Releasedatum gibt es dementsprechend natürlich noch nicht und als Hobbyentwickler werden wir sehen müssen, wie schnell wir vorankommen. Ein Stück weit hängt das ja auch mit den Fortschritten beim eigentlichen LOTUS-Simulator zusammen, der ja selbst noch in der Entwicklung steht. An dieser Stelle aber schon mal ein fettes Dankeschön an das LOTUS-Entwicklerteam, dass bereits jetzt schon dafür gesorgt hat, dass so tolle Features wie ein vorbildlicher Stangenstromabnehmer in den Simulator integriert werden können.


Wir werden euch aber im weiteren Verlauf der Arbeiten hier auf dem Laufenden halten.


In diesem Sinn wünschen wir euch erstmal eine gute Fahrt mit der "modernen" Straßenbahnen im aktuellen LOTUS-Simulator.


Es grüssen euch Rolf Westphalen und Roland Steltenpohl


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