Gleise verlegen

  • Zentraler Bestandteil einer Zugsimulation ist das Vorhandensein von Gleisen! ;-) Wie das geht und was es für Besonderheiten gibt, sei hier erklärt.

    1 Prinzip

    Gleise sind in LOTUS sehr flexibel implementiert. Hintergrund und Prämisse waren hierbei, dass einerseits Straßenbahnweichen und -kreuzungen sehr unterschiedlich und höchst individuell konstruiert sind, andererseits aber sauber Herzstücke und Weichenzungen dargestellt werden sollen. Und keiner soll natürlich gezwungen sein, alles im 3D-Programm selbst zu konstruieren.


    Resultat ist das Gleis-Konzept, welches in LOTUS vorzufinden ist: Schienen und ggf. Schwellen und Schotter werden getrennt voneinander entwickelt und werden erst im Map-Editor zu einem Gleis zusammengebaut. Der Map-Editor sorgt dann aber auch dafür, dass Herzstücke, Weichenzungen und Schwellen so eingefügt werden, dass sich ein sauberes, vorbildgetreues Bild ergibt – und das ohne vorgefertigte Weichen. Angenehmer Nebeneffekt dieser Aufteilung ist, dass einerseits ohne Probleme Stromschienen u.Ä. integriert werden können und andererseits beliebig zwischen Schotterbetten, Schwellen und Schienentypen kombiniert werden kann.

    2 Verlegen von Gleisen

    Um im Map-Editor ein Gleis zu verlegen, wechselt man zunächst in den "Gleise"-Modus (links den Abschnitt "Gleise" öffnen). Dort kann man nun eine der vorhandenen Gleisvorlagen auswählen und – wie auch Referenzlinie und sonstige Splines – mit "Neues Gleissegment" mit dem Verlegen beginnen. Sobald sich zwei Gleise überschneiden, fügt LOTUS dann automatisch Herzstücke ein und sobald eine Verzweigung konstruiert wird, legt der Map-Editor animierte Weichenzungen an.


    Da mit zunehmender Gleisanzahl der Aufwand zur Ermittelung der Position von Weichenzungen und Herzstücken zunimmt, kann diese Berechnung wahlweise auch abgeschaltet werden, solange man ohnehin noch nicht mit dem Verlegen der Gleise fertig ist. Wie das geht, wird im Artikel Map-Editor Bedienung im Abschnitt "Refresh-Einstellungen" erläutert.


    Nach dem Verlegen von Gleisen können deren Eigenschaften (Schienentyp, Schwellen usw.) nachträglich beliebig verändert werden. Dies ist allerdings deshalb recht aufwändig, weil die Änderung wirklich Segment für Segment durchgeführt werden muss.

    3 Anlegen von Gleisvorlagen

    Daher ist es wesentlich praktischer, Gleisvorlagen für die benötigten Gleise anzulegen. Diese Gleisvorlangen befinden sich im Config\Railtracks-Verzeichnis und haben die Dateiendung *.railtrack. Daher können sie (bitte nur, wenn der Map-Editor nicht läuft ;) ) beliebig kopiert, gelöscht, gesichert oder geteilt werden.


    Angelegt werden neue Gleisvorlagen, indem in der Auswahl zunächst jene Gleisvorlage gewählt wird, die der geplanten Vorlage am nächsten kommt, und dann auf "Neu" geklickt wird. Nachdem man einen neuen (Datei-) Namen gewählt hat, erscheint direkt das Eigenschaften-Dialogfeld mit den Einstellungen der zuvor ausgewählten Gleisvorlage. Erst, wenn "OK" angeklickt wird, erzeugt der Map-Editor eine neue Gleisvorlage aus den Einstellungen und speichert sie ab. Sie ist fortan in allen Karten verfügbar.





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    - Schwelleneinstellung

    - Schwellen konstruieren

    - Schotterbett konstruieren

    - Weichenschwellen

    - Entrypoints