Die Schiene

Es ist der Grundlegende Bestandteil jedes klassischen Straßen und Eisenbahnbetriebes, die Schiene.

Die Klassische Bauform der Schiene, die Vignolschiene, ist wohl jedem bekannt und ähnelt in ihrer Form einem umgedrehten T.

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Sie besteht nach derzeitigem Standard nicht mehr aus Gusseisen sondern aus Stahl und ist auf Schwellen aus Holz, Beton oder Stahl befestigt.

Die Variante welche im Bereich von Straßen eingesetzt wird, die Rillenschiene ist den meisten wohl nur von oben bekannt. Auch sie hat einen Fußteil, wie die Vignolschiene, welcher sich unter der Fahrbahn befindet. Rillenschienen können auch auf Schwellen montiert werden, oder werden nur Einbetoniert, wobei Metallstreben die Schienen verbinden, damit sie parallel verlaufen. Der Oberbau von Rillengleisen im Straßenbereich ist übrigens einer vielfachen Belastung von dem ausgesetzt, was ein frei liegender Oberbau trägt, da neber den Schienenfahrzeugen auch noch der Straßenverkehr über ihn hinwegrollt.

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Einige Besonderheiten der Rillenschiene sind die nötigen Entwässerungsanlagen, die besondere Weichenbauform und die in früherer Zeit gerne genutzte Höherlegung der Rille in Kurven. Dadurch liefen die Radsätze auf den Spurkränzen, was die seitliche Reibung der Spurkränze und Lärmbelastung verringerte, aber auch für einen schlechteren Halt sorgte, weshalb oftmals eine Schiene die übliche Rillentiefe beibehielt.


Oft wird gefragt ob Straßenbahnen auf Eisenbahngleisen und Eisenbahnen auf Straßenbahngleisen fahren können. Obwohl sich die Schienen in ihrer Bauform stark ähneln ist dies nicht uneingeschränkt möglich. Denn die Straßenbahnschienen sind für ein anderes Radprofil ausgelegt, welches vereinfacht gesagt schmaler ist. So können Straßenbahnen zwar auf Eisenbahnschienen fahren, umgekehrt ist die aber nicht möglich, da in Kurven oder auf Weichen das Radprofil der Eisenbahn zu breit ist.